Über Uns
Erstmal zu den Fakten:
8 Jahre nach Gründung unseres Schützenvereins wurde 1929 der Spielmannszug in Leben gerufen um fortan vor dem Verein herzumarschieren und die Leute musikalisch zu unterhalten. Zu diesem Zeitpunkt bestand der Spielmannszug aus sagenhaften 8 Spielleuten (6 Flöten und 2 Trommeln). Dadurch, daß wir dem Schützenvereins angegliedert sind, sind auch unsere Uniformen wie bei den Schützen in grün gehalten und mit Dienstgraden versehen.
Unser Repertoire bestand zunächst hauptsächlich aus den üblichen Märschen wie z.B. “Alte Kameraden”, “Lieben”, “Preußens Gloria” und so weiter. Seit einigen Jahren spielen wir nun auch schon etwas “flottere” Lieder, wie z.B. “Western-Songs”. Besonders stolz sind wir aber auf die Stücke, die wir in den letzten beiden Jahren einstudiert haben. Um unsere Musik etwas interessanter zu machen haben wir nämlich ein “Multi Tenor Quint Timp-Tomp” angeschafft. Nun werden sich vielleicht einige fragen “Was is’n das?”. Hmm. Schwer zu erklären. Es handelt sich dabei um eine Art “mobiles Schlagzeug” mit 5 Fellen. Vielleicht finde ich noch irgendwo ein Foto um es zu veranschaulichen. Durch dieses Instrument ist es uns möglich nun auch modernere und rhythmischere Stücke zu spielen. So wurden zum Beispiel “Volare” von den Gipsy Kings und ein “Wolfgang-Petry-Medley” einstudiert. Einen besonderen Glückstreffer bei der Songauswahl konnten wir 1999 landen, als wir Anfang des Jahres begannen ein Medley aus “Paloma Blanca” und “Sun Of Jamaica” einzuüben. Als dann langsam die Ö La Paloma Boys bekannt wurden, hatten wir das Stück schon ganz gut drauf und konnten so bei unseren Auftritten ordentlich Stimmung machen.
Im Jahr haben wir so ca. 20-25 Auftritte. Dabei ist unserer eigenes Schützenfest im Juli jeden Jahres für uns natürlich das wichtigste. Aber auch auf den Schützenfesten anderer Ortschaften treten wir auf. Zu den Klassikern gehören dabei der zweitägige “Einsatz” auf dem Schützenfest in Lübbecke und das Schützenfest in Essern. Natürlich treten wir nicht nur auf Schützenfest auf. Auch auf anderen örtlichen Veranstaltungen wie z.B. dem jährlichen Osterfeuer oder dem Laternesingen mit dem Kindergarten sind wir mit von der Partie. Außerdem nehmen wir auch an Musikwettstreiten teil, wobei wir auch Kontakte mit anderen Musikvereinen knüpfen.
Nun mal kurz zu den von uns verwendeten Instrumenten: Neben den bereits oben erwähnten “Timp-Tomps” sind wir außerdem mit 6 Paradetrommeln 14” von Sonor ausgerüstet. Diese sind jeweils mit einer 6”-Hi-Hat versehen, damit wir zusammen mit den “Timp-Tomps” und der großen Trommel (im Volksmund auch einfach Pauke genannt) ein bißchen mehr Rhythmus in die Lieder bekommen und auch ein paar Percussion-Solos spielen können. Außerdem kommen bei uns noch viele viele ces-Querflöten und 2 Lyren zum Einsatz.
Die älteren Stücke werden von den Flöten noch nach Grifftabelle gespielt. (Jaja, Schande über uns). Das Schlagwerk mußte diese Lieder dann per Gehör von anderen Spielleuten lernen. Aber das ist jetzt vorbei!! Die neuen Stücke werden sowohl von den Flöten als auch vom Schlagwerk nach Noten gespielt. Dies hört sich für den Laien jetzt vielleicht schwer an, aber wir mußten feststellen, daß wir Lieder nach Noten viel schneller einstudieren konnten als nach der alten Art.
Musikinteressierte dürfen jetzt aber keine Angst bekommen, daß sie bei uns nicht mitmachen können, weil sie keine Noten lesen können. Das ist doch überhaupt kein Problem! Das kann man doch bei uns lernen! So werden den Neulingen die Grundkenntnisse zunächst von anderen Spielleuten beigebracht. Danach werden sie zur weiteren Ausbildung auf D1/D2-Lehrgänge vom Volksmusikerbund geschickt. Die Kosten dafür übernimmt selbstverständlich der Verein.
Nun könnte man meinen, wir haben nix anderes im Kopf als den ganzen Tag Musik zu machen. Um uns jedoch auch mal von den Strapazen der Auftritte und Übungsabende zu erholen, machen wir auch gelegentlich Ausflüge. So waren wir z.B. im Dezember 1999 Schlittschuhlaufen in der Eishalle Osnabrück und haben anschließend den Weihnachtsmarkt besucht. Außerdem haben wir auch schon den Heidepark in Soltau, das Phantasialand in Brühl und die Westfalen-Therme in Bad Lippspringe besucht. Gelegentlich werden noch Fahrradtouren und Planwagenfahrten veranstaltet. Außerdem veranstalten wir jährlich ein Art Weihnachtsfeier, den sogenannten “Gemütlichen Abend”.
Man sieht also, wir sind eigentlich ein ganz lustiger Haufen, der auch ‘ne Menge Spaß hat wenn wir mal nicht musikalisch unterwegs sind. Das wir uns alle gut verstehen sieht man auch daran, daß einige Spielleute sich auch außerhalb offizieller Spielmannszugauftritte treffen und was zusammen unternehmen. In der Vergangenheit sollen ja sogar einige Partnerschaften aus dem Spielmannszug hervorgegangen sein!